Hinter den Kulissen

Liv&Little ist aus vielen kleinen Entscheidungen entstanden – und aus den Erfahrungen, die ich als Mama und Psychologin gesammelt habe. Hier teile ich Gedanken, Beobachtungen und Geschichten, die mich im Familienalltag begleiten und die bis heute die Auswahl unserer Produkte prägen. Nicht, weil es den einen richtigen Weg gibt – sondern weil ich glaube, dass bewusste Entscheidungen oft dort beginnen, wo wir unsere Erfahrungen miteinander teilen.

  • Beitragsbild.Elternwerden und Entscheidungen treffen.Weniger ist Mehr

    Ich dachte, die großen Entscheidungen hätte ich schon getroffen.

    Irgendwann im letzten Trimester stand auch für uns das Thema Erstausstattung an. Also sind wir in ein großes Babyfachgeschäft gefahren – in der Hoffnung, vieles an einem Ort zu finden und die wichtigsten Entscheidungen treffen zu können. Ich erinnere mich noch gut an diesen Tag. Überall Kinderwagen, winzige Bodys, Regale voller Schlafsäcke, Tragen, Möbel und unzählige Dinge, von denen ich bis dahin nicht einmal wusste, dass es sie gibt.

    Eigentlich dachte ich, wir würden mit einer Einkaufsliste und ein paar Taschen wieder nach Hause fahren. Stattdessen wurde ich mit jedem Regal unsicherer. Natürlich gab es Dinge, die mir gefallen haben. Aber fast genauso schnell kam die nächste Frage: Ist das wirklich ein gutes Produkt? Ist es den Preis wert? Brauchen wir das überhaupt?

    Je länger wir dort waren, desto schwerer fiel es mir, überhaupt eine Entscheidung zu treffen. Am Ende bin ich tatsächlich mit leeren Händen wieder nach Hause gefahren. Damals hat sich das irgendwie komisch angefühlt. Heute weiß ich, dass genau dort etwas begonnen hat, worauf mich niemand vorbereitet hatte. Nicht die großen Entscheidungen. Sondern die vielen kleinen.

    Vorfreude auf das Elternwerden – schwangere Frau neben einer Babyhängematte in einem warmen, minimalistischen Zuhause.

    Die Entscheidungen, die niemand sieht

    Vor der Geburt dachte ich, irgendwann sind die wichtigsten Entscheidungen getroffen. Ein Kinderwagen, ein paar Bodys, vielleicht noch das Kinderzimmer – und dann kann das Abenteuer beginnen. Die Realität sah anders aus.

    Plötzlich gab es jeden Tag neue Fragen. Welcher Schlafsack? Welche Materialien? Braucht ein Baby wirklich einen Wickeltisch? Welche Marke hält, was sie verspricht? Und woran erkenne ich eigentlich, ob etwas wirklich gut ist oder einfach nur gut vermarktet wird?

    Für fast jede Frage gab es unzählige Antworten. Und oft haben sie sich sogar widersprochen. Also habe ich recherchiert. Viel recherchiert. Und irgendwann gemerkt, dass mich die vielen Informationen nicht unbedingt sicherer gemacht haben.

    Rückblickend hätte vieles Zeit gehabt

    Heute sehe ich vieles entspannter. Den Großteil unserer Erstausstattung haben wir gebraucht gekauft oder geschenkt bekommen. Einen Wickeltisch haben wir nie angeschafft. Und unser Sohn hat bis heute noch gar kein eigenes Kinderzimmer. Nicht, weil uns das nicht wichtig wäre. Sondern weil er es bisher einfach nicht gebraucht hat.

    Im Rückblick merke ich, wie viele Dinge sich irgendwann ganz selbstverständlich ergeben haben. Vieles, worüber ich mir vorher lange Gedanken gemacht habe, war am Ende gar nicht entscheidend für unseren Alltag.

    Beitragsbild:Elternwerden.Entscheidungen treffen.wenigeristoftmehr

    Worauf ich eigentlich gehofft hatte

    Wenn ich heute an diesen Tag zurückdenke, wird mir klar, dass ich damals gar nicht nach möglichst vielen Produkten gesucht habe. Ich habe nach Orientierung gesucht. Ich hätte mir keinen noch größeren Babyladen gewünscht. Und auch keine noch längere Liste mit Produktempfehlungen. Ich hätte mir jemanden gewünscht, der sagt:

    „Das hat sich im Alltag wirklich bewährt. Und vieles andere kann erst einmal warten.“

    Mit der Zeit ist mir – sowohl in meiner Arbeit als Psychologin als auch als Mama – immer wieder derselbe Gedanke begegnet: Entscheidungen kosten Energie. Vor allem dann, wenn wir sie unter Unsicherheit treffen müssen. Rund um die Geburt kommen plötzlich unzählige solcher Entscheidungen zusammen. Keine davon wirkt für sich besonders groß. Aber gemeinsam können sie ganz schön überfordern.

    Warum ich dir das erzähle

    Wenn ich heute an diesen Tag im Babyfachgeschäft zurückdenke, bin ich fast dankbar, dass ich damals nichts gekauft habe. Nicht, weil es dort keine guten Produkte gab. Sondern weil ich zum ersten Mal gemerkt habe, wie schwer Orientierung sein kann, wenn es plötzlich unendlich viele Möglichkeiten gibt.

    Genau dieser Gedanke begleitet mich bis heute bei Liv&Little. Ich möchte keine möglichst große Auswahl anbieten. Ich möchte eine Auswahl schaffen, bei der man nicht das Gefühl hat, sich erst durch hundert Möglichkeiten arbeiten zu müssen.

    Nicht jedes Produkt ist für jede Familie das Richtige. Aber ich glaube daran, dass eine kleine, bewusst ausgewählte Auswahl oft hilfreicher ist als unendlich viele Möglichkeiten. Vielleicht entstehen gute Entscheidungen nicht dadurch, dass wir immer mehr vergleichen. Sondern dadurch, dass wir uns auf das Wesentliche konzentrieren können.

    Vielleicht ist genau das die Idee hinter Liv&Little.

    Neu hier?
    Falls du wissen möchtest, wie Liv&Little überhaupt entstanden ist, erzähle ich die Geschichte im ersten Beitrag: Die Geschichte hinter Liv&Little.

    Manche Entscheidungen haben sich rückblickend als besonders gut angefühlt – diese Babydecke aus Merinowolle gehört für mich dazu.

    Babydecke aus Merinowolle – Muster

    80,00 
  • Die Geschichte hinter Liv&Little, Hinter den Kulissen

    Die Geschichte hinter Liv&Little

    Manchmal entstehen die besten Ideen nicht aus einem Businessplan. Sondern aus den Erfahrungen, die wir im Alltag machen.

    Als mein Sohn geboren wurde, wollte ich – wie wahrscheinlich viele Eltern – einfach gute Entscheidungen treffen. Nicht die perfekten. Aber solche, mit denen ich mich wohl fühlte. Ich begann, mich intensiv mit Babyprodukten zu beschäftigen. Ich suchte nach hochwertiger Kleidung, informierte mich über Materialien wie Merinowolle und überlegte, welche Dinge wir wirklich brauchen würden. Später kamen Schlafsäcke, Spielzeug und viele weitere kleine Entscheidungen dazu.

    Vielleicht kennst du dieses Gefühl: Je mehr man sich informiert, desto größer scheint die Auswahl zu werden. Dabei habe ich viele kleine Marken entdeckt, die wunderschöne Babyprodukte herstellen – mit natürlichen Materialien, zeitlosem Design und viel Liebe zum Detail. Genau das, wonach ich gesucht hatte. Das Problem war nur: Ich musste jede Marke einzeln finden. Für Merino-Kleidung besuchte ich einen Shop, für einen Schlafsack den nächsten und für hochwertiges Holzspielzeug wieder einen anderen. Jede Recherche begann von vorne.

    Gleichzeitig habe ich auch die andere Seite kennengelernt. Mehr als einmal war ich überzeugt, ein hochwertiges Produkt gefunden zu haben. Die Website wirkte vertrauenswürdig, doch nach der Bestellung entsprach das Produkt nicht der Qualität, die ich erwartet hatte. Mit jeder Suche wurde mir klar, wie viel Zeit Eltern investieren, um gute Produkte für ihre Kinder zu finden.

    Die wertvollsten Empfehlungen kamen von anderen Mamas

    Als mein Sohn etwa vier Monate alt war, kamen zwei meiner engsten Freundinnen aus Österreich zu Besuch. Leider sehen wir uns viel zu selten. Umso schöner war es, endlich wieder gemeinsam Zeit zu verbringen. Natürlich sprachen wir auch über das Mama-Sein. Es waren keine großen Gespräche über Erziehung oder Entwicklung. Vielmehr waren es diese kleinen Erfahrungen aus dem Alltag, die mich nachhaltig beschäftigt haben.

    Eine meiner Freundinnen erzählte, warum sie Merinowolle so schätzt. Nicht nur, weil sie weich oder natürlich ist. Sondern weil sie erlebt hatte, dass ihr Baby nach einer ausgelaufenen Windel nicht sofort komplett ausgekühlt war. Eine andere berichtete von Produkten, die sich im Alltag ganz anders bewährt hatten, als sie es vorher erwartet hätte. Ich weiß noch, dass ich dachte:

    Warum erfährt man solche Dinge eigentlich erst im Gespräch mit anderen Eltern?

    Bis dahin hatte ich Merinowolle vor allem als ein hochwertiges – und ehrlich gesagt auch recht teures – Material wahrgenommen. Erst durch diese persönlichen Erfahrungen habe ich verstanden, warum viele Eltern sich ganz bewusst dafür entscheiden. Nicht, weil es ein Trend ist. Sondern weil sie im Alltag einen echten Unterschied erlebt haben.

    Babykleidung aus Merinowolle auslüften

    Was wäre gewesen, wenn mir das niemand erzählt hätte?

    Dieser Gedanke hat mich damals nicht mehr losgelassen. Was wäre gewesen, wenn meine Freundinnen mich nie besucht hätten? Hätte ich all diese Erfahrungen irgendwann selbst gemacht? Vielleicht. Aber wahrscheinlich hätte ich vieles erst sehr viel später entdeckt – oder vielleicht auch gar nicht. Früher wurden solche Erfahrungen oft ganz selbstverständlich weitergegeben. Von der eigenen Mutter, der Nachbarin oder einer Freundin. Heute leben Familien häufig weiter auseinander und gleichzeitig gibt es unendlich viele Informationen im Internet.

    Was mir dabei oft gefehlt hat, waren nicht noch mehr Produktbeschreibungen. Sondern ehrliche Erfahrungen. Nicht mit dem Anspruch, dass sie für jede Familie gelten. Sondern einfach als Gedanken einer Mama, die ein Produkt selbst im Alltag genutzt hat.

    Genau daraus ist Liv&Little entstanden

    Irgendwann entstand daraus eine einfache Idee. Wie schön wäre ein Ort, an dem sorgfältig ausgewählte Babyprodukte zusammenkommen – ohne stundenlange Recherche. Ein Ort, an dem nicht die größte Auswahl im Mittelpunkt steht, sondern eine bewusste Auswahl. Und ein Ort, an dem auch die Erfahrungen dahinter ihren Platz haben. Denn genau diese Erfahrungen haben mir selbst oft am meisten geholfen. Nicht, weil sie mir gesagt haben, was richtig oder falsch ist. Sondern weil sie mir Orientierung gegeben haben.

    Genau deshalb ist Liv&Little entstanden. Nicht als Shop mit möglichst vielen Produkten. Sondern als Sammlung von Dingen, hinter denen ich selbst stehen kann und die ich mit gutem Gefühl weiterempfehlen würde. Und genau deshalb gibt es auch diesen Bereich „Hinter den Kulissen“. Hier möchte ich Gedanken, Erfahrungen und Beobachtungen teilen, die auf einer Produktseite keinen Platz finden – die für mich aber genauso dazugehören. Ich werde hier keine Anleitungen geben und sicher nicht behaupten, den richtigen Weg zu kennen. Ich möchte einfach erzählen, was ich selbst erlebt habe. Als Mama. Mit dem Blick einer Psychologin. Und als Gründerin von Liv&Little.

    Vielleicht findest du dich in manchen Gedanken wieder. Vielleicht entdeckst du eine Idee, die dir bei deiner eigenen Entscheidung hilft. Und vielleicht ist genau das der schönste Gedanke hinter Liv&Little:

    Dass bewusste Entscheidungen oft dort beginnen, wo Menschen ihre Erfahrungen miteinander teilen.


    Wenn dich interessiert, welche Produkte mich bei dieser Geschichte begleitet haben, findest du sie hier:

    Babydecke aus Merinowolle – Glatt

    80,00 

    Merino-Wollfleece Schlafsack ohne Füße

    90,00 
    Größe

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